Archiv für den Monat August 2012

Die Unvollkommenheit des Seins

ommma

Wie die Nacht, ohne Sterne.

Ein Tag, ohne Morgen.

Wie die Weite, ohne ferne.

Eine Woche, ohne Sorgen.

Wie ein Haus, ohne Dach.

Ein Teller, ohne Rand.

Wie eine Strömung, ohne Bach.

Ein Strand , ohne Sand.

Wie ein Buch, ohne Worte.

Eine Mauer, ohne Steine.

Wie eine Welt, ohne Orte.

Ein Gedicht, ohne Reime.

Wie ein Fischer, ohne Fang.

Ein Gewitter, ohne Regen.

Wie eine Stimme, ohne Klang.

Ein Kind, ohne Segen.

Wie ein Spiel, ohne Gewinn.

Die Ostsee, ohne Kiel.

Wie ein Leben, ohne Sinn.

Ein Weg, ohne Ziel.

So ist die Zukunft, ohne Hoffnung.

So unvollkommen, ohne Dich!

Freiheit

Eine Grüne Wiese,

So unendlich weit.

Nichts anderes als Grün,

ganz allein, allein zu zweit

in dieser Weite, dieser Freiheit.

Stille überall.

Nur leises Vogelgezwitscher,

von uns unterbrochen,

von unserem Lachen,

unseren Freudenschreien.

So laut, so lebendig, so befreiend.

Sonnenstrahlen wärmen unsere Haut,

strahlen wie wir.

Licht von überall her,

kein Platz für Schatten, für Dunkelheit, überall Licht.

Dann wache ich auf, doch mein Lächeln bleibt.

(Erinnerungen an bessere Zeiten)

Für Chaylan

Wir scheitern immer schöner

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Irgendwann hab ich mich in den Jahren verloren und heute scheint nichts mehr klar. Ich laufe durch die Straßen meiner Stadt. Sie liegt in einer Welt die uns die Luft abschnürt. Verzweifelte Blicke suchen nach Menschen, die noch am Leben sind. Ich verlier mich in der Menge. Mitgerissen von der Rastlosigkeit, befinde ich mich im alltäglichen Wahnsinn, der uns hier umgibt.

Suggestive Verhaltensmuster. Kampf gegen die mit freiem Willen. Viele zu krank und zu schwach, um sich mit Zahnstochern gegen Riesen zu verteidigen. Doch da sind einige die drohend ihre Flügel ausbreiten, um sich nicht läner klein halten zu lassen. Ich mittendrin.

Ich atme die Luft dieser kaputten Welt. Alles was man hier normal nennt, macht mich krank. Ich bin innerlich zerrissen. Ich fühl mich traurig, unruhig, isoliert. Oft hab ich Angst davor zu fallen und bleibe lieber stehen. Wo ist da noch platz für die Frage, wieviel man verdrängen kann, ohne sich selbstzu vergessen? In der bunten Masse, die sich ausschließlich im Takt bewegt, suche ich den Notausgang. Doch welcher Weg ist richtig?

Manchmal müssen wir laut schreien, denn keiner hört uns zu. Wir sind alle überlastet, mit dem Gift zu gepumpt, das durch unsere Venen fließt. Mit einer Selbstverständlichkeit, läd man Tonnen von Schrott auf uns ab und verlangt, das wir einfach weiter atmen. Warum geben wir uns damit zufrieden?

Ich will aufstehen. Nicht wegsehen. Mich strak machen. Schreien. Tanzen. Singen.Leben. Lieben. Ich sein.

Mein Wiederstand heißt: Lebendigkeit

Alles auf Anfang!

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Viele wünschen sich, die Zeit einfach zurück drehen und das Leben neu gestalten zu können. Doch leider Fehlfunktion. Ich weiß garnicht ob ich mein Leben ändern würde, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, denn im Grunde mag ich es – mit allen Höhen und Tiefen. Natürlich sitze auch ich manchmal hier und heule, wenn mir alles zu viel wird, aber wenn man mal betrachtet das ein Großteil der Menschen zu 2/3 unzufrieden mit dem Leben sind, liege ich perfekt im Schnitt.

Alles in allem, ich bin wer ich bin und ich weiß wo ich herkomme. Ich lebe wie ich will, denn ich bin frei!

-Und wenn es uns schon nicht gelingt die Zeit zurück zu drehen, lasst uns die Gelegenheit nutzen unsere Welt ein wenig bunter zu gestalten.-

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