Archiv für den Monat September 2014

Matt Charles

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Spiel des Lebens

 

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Sind wir nicht alle Spielfiguren, auf einem rießigen Spielfeld? Zugegeben die Spielregeln in diesem Spiel, dass sich Leben nennt, sind manchmal ziehmlich verwirrend und schwer zu verstehen. Dabei liegt es vielleicht oft nur an unserer geschlossenen Geisteshaltung, die Dinge einfach geschehen zu lassen und sie anzunehemen wie sie sind.Vielleicht hat sich der ein oder andere auch eine Karte gemalt, um sich von all dem Druck zu befreien.

Warum fürchten wir uns so sehr davor, die Kontrolle einfach mal abzugeben?… Uns treiben zu lassen. … Es muss ja nicht lange sein. Nur ein Augenblick. Ein Atemzug, der uns Gelegenheit dazu gibt, alles nochmal neu zuerfassen. Ein Moment der uns in Staunen versetzt und die Seele beflügelt, weil wir plötzlich wieder wie Kinder, die kleinen oft so unbeachteten Dinge im Leben wahrnehmen. Wie der Schmetterling auf einer Blume. Der Duft nach einem Regenschauer an einem warmen Sommertag. Stille, die von leisem Vogelgezwitscher unterbrochen wird. Wie viel davon bekommen wir eigentlich noch mit?

Wir sind so sehr damit beschäftigt, die sicher abgesteckten Gartenzäune unserer kleinen Welt aufrecht zu erhalten und sie vor potentziellen Eindringlingen zu verteidigen, das wir dieses Spiel Leben völlig aus den Augen verlieren. Dabei geht es nicht einmal so sehr darum, was wir am Ende des Weges vorzeigen können. Wie weit wir gereist sind. Wie viel Kram wir angehäuft haben, wie Erfolgreich wir waren und wie voll unser Bankkonto ist. Es geht darum ein festes Weltbild einzuschmeißen.  Das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen anzunehmen und zu schätzen.

Ich bin heute einfach durch die Straßen dieser Stadt gelaufen. Ohne Ziel – denn man muss nicht immer eins haben. Als meine plattgelatschten Füße müde waren, hab ich mich auf eine Bank gesetzt. An mir hasteten Menschen vorbei. Die Leute im Cafe`, starrten wortlos auf ihre Smart Phones und dabei war es völlig egal, ob sie einen Gesprächspartner unmittelbar vor sich am Tisch sitzen hatten. Sie wirkten lebendig tot. Zwischen all diesen Robotern stand einsam eine junge weinende Frau.  Ich dachte nur, es ist schön zu sehen, das es noch jemanden gibt, der es sich zu weinen traut – denn auch das ist es, was uns Lebendig macht.

Wir können das Spiel des Lebens spielen, können gewinnen und verlieren und dabei ist nur wichtig, das wir es leidenschaftlich spielen.

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