Archiv für den Monat Januar 2015

Das Leben ist schön

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Du wirst deinen Weg schon finden. Auch wenn sich alles ändern wird. In den Wolken kannst du Segen finden. Und im Regen findest du Gnade. Wenn du zu hoch fliegst, bringt dich irgendwas wieder auf den Boden zurück und ein Schatten legt sich auf deine gebrochene Seele.  Plötzlich siehst du die kleinen glücklichen Momente, flackern aus der Dunkelheit. Diese zeigen dir das das Leben schön ist!

Manchmal wirst du denken das hier für dich nichts Lebenswert ist. Du wirst Zweifel in dir tragen und glauben das die Welt besser ohne dich  dran wäre. Du wirst dich bemühen alles richtig zumachen und stellst erschrocken fest das dies nicht funktioniert. Dann fällt die Sonne durchs Blätterdach in dein Gesicht. Sie lässt dich spüren, das Leben schön ist!

Du wirst mit offenen Augen durch die Welt gehen und all die Ungerechtigkeit sehen. Sehen wie die hungernden Kinder dieser Welt, um ihre verdursteten Geschwister trauern. Sehen wie die Gleichgültigkeit dieser Welt, alles zerstört. Dann werden die Fragen kommen, auf die es keine Antworten gibt und sie lassen dich nicht los. Aber du wirst Jenen begegnen, die wärme spenden, wenn alles droht zu erfrieren.  Sie beweisen, das Leben ist schön!

Manchmal wirst du dumm sein, egal wie hoch dein IQ ist. Du wirst vergessen dich selbst zu schützen. Von Zeit zu Zeit wirst du dich in Liebschaften stürzen, um dich selbst zu fühlen. Doch es wird den Schmerz nicht lindern. Du wirst dich selbst bedauern und um deine blutende Seele weinen. Dann ist da Jemand der dich an lächelt und dich zum lachen bringt, dieser lässt dich wissen, dieses Leben ist schön!

 

Weil die Erde sich dreht

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Vorab möchte ich sagen, dass dies kein gewöhnlicher Artikel von mir ist, den ich hier veröffentliche. – Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß am lesen!

Gerade noch hatte ich mich darüber gefreut, dass sich mein Leben endlich mal in eine angenehme Richtung entwickelt. Ich bin 500km entfernt von allem Leid, nach Hamburg – wie ich finde, eine Wohlfühlstadt- gezogen. Ich hab zwei tolle Jobs, die mir Spaß bereiten. Eine Mitbewohnerin, die mich zwar manchmal übelst nervt, die ich aber trotz aller Bedenken zu Anfang, in mein Herz geschlossen habe. Manchmal glaubt man es könnte nicht besser laufen und dann macht das Schicksal wieder einen seiner kleinen Scherze…

Montag Morgen, der Blick in den Spiegel, hatte es verraten. Nach drei schlaflosen Nächten, kann man ganz schön beschissen aussehen.

Egal. Angezogen. Raus. Ich bin so durch die Stadt gelatscht um Luft zu schnappen. Ich hab mir nen Kaffee geordert und tingelte durch die Straßen. Irgendwann dachte ich nur: „Läuft ja wieder alles Prima bei dir! Deine jähliche Winterdepression hat ihren Höhepunkt erreicht. Liebe weg. Bester Freund ist weg. Verlaufen haste dich auch noch und es ist noch nichtmal 10:00 Uhr!“

Seit Wochen fühle ich mich klein, unbedeutend. Ich fühle mich eingesperrt in mir selbst. Es gibt soviele Dinge die ich erledigen müsste, doch wenn ich frei – und somit Zeit – hab diese zu erledigen, verbringe ich den Tag damit zu schlafen. Und ich merke in diesen Momenten, ich brauche den schlaf, damit meine Seele sich nicht Wund an mir reibt. Manchmal fühlt es sich so an als wenn mich eine Last erdrückt. Dann kann ich kaum athmen. Ich kämpfe einen Kampf gegen mich selbst und ich habe Angst, wieder in die Fluten zu stürzen und diesmal in den Wellen zu ertrinken. – Vielleicht, weil der Zustand schon eine Weile anhält.

Ich verstehe selbst nicht, was genau los mit mir ist.

Aber nun ist schluss damit! Wer nicht schwimmt ertrinkt -und noch bestimme ich selbst, was mit mir passiert und wie es mir damit geht.

In solchen Momenten half mir oft eine Flucht nach vorn. Warum nicht auch dieses Mal?

Kurz mit meiner Chefin gesprochen und der kurzfristige Urlaub war genehmigt. Rucksack gepackt und weg. Egal wohin, einfach nur weg.

Nun saß ich da im Bus. Vom Norden in Richtung Süden, ging es einmal quer durchs Land. Wohin genau wusste ich selbst nicht wirklich. Ich spürte den Wind in meinen Segeln und ließ ihn entscheiden wohin er mich trug. Ich ließ mir frei bei der nächsten Gelegenheit auszusteigen oder einfach weiter zu fahren – bis zur Endstation hatte ich schließlich durchgelöst. Ziel war Abstand von all dem Mist zu gewinnen und den Kopf frei zubekommen, um Dinge zu-verstehen/verarbeiten zu können, wiedermal rauszufinden was man selbst eigentlich will und sich einen neuen Plan zu machen. – Denn zugegeben, ich war in letzter Zeit ziehmlich Planlos und mir selbst zuviel.

Um 14:00 hatten wir eine Pause auf dem Autohof „Dammer Berge“. Toilette. Kaffee. -Natürlich hatte ich den Gutschein von Sanifair vergessen einzulösen. – Egal, Tommy, einer unserer Fahrer hatte mir neulich erzählt, das man die auch sammeln und später zu mehreren einlösen kann.

Danach ging es weiter nach Dortmund. Von dort aus weiter nach Düsseldorf, wo ich via Couchsurfing unterschlupf bei Kevin gefunden hatte. Kevin war ein netter Gastgeber. Zusammen haben wir gekocht und etwas gequatscht.

Am nächsten Tag hab ich mir die Stadt etwas angeschaut und in einer kleinen Gasse einen coolen kleinen Oi/Punk-Laden entdeckt, in dem viele Fotos Szene bekannter Bands hingen. Dann ging es auch schon weiter, mit dem Zug über Köln nach Frankfurt. Dort habe ich bei Isabella nächtigen dürfen, die ich auch über Couchsurfing kennen gelernt habe.

Ich hab am späten Mittwoch-Vormittag in einem kleinen süßen Cafe´ gefrühstückt und musste feststellen, dass ich Frankfuhrt auch nach Jahren noch unheimlich finde. Ich beschloss zurück nach Köln zu fahren. Am Hauptbahnhof angekommen rief ich meinen Onkel an der seit ein paar Jahren dort lebt und wir verabredeten uns für 20:00Uhr. Wir sind in eine Bar gegangen. Er erzählte mir von seinem Vorhaben, in drei Monaten nach den Philipinen auszuwandern. Ich freu mich für ihn, wenn alles klappt wie er sich das vorstellt – ich muss aber gestehen, ich finde diesen Schritt sehr gewaltig! – Die Nacht hab ich in seinem Apartment auf der Couch geschlafen.

Freitag Morgen bin ich mit dem Gedanken aufgewacht, spontan nach Siegen zu meiner Mama und dem Flodder zu fahren und sie zu überraschen. Ich besorgte mir ein Fehrnbus-Ticket und machte mich auf den Weg. Wie es der Zufall so wollte rief mich eine beste Freundin unterwegs an und ich erfuhr, das sie auch auf dem Weg von Aachen nach Siegen war. Wir verabredeten uns für den Abend im Shamrock ein kleiner Irish Pub. Zuerrst hab ich aber meine zwei Herzmenschen überrascht – was mir auch gelungen ist. Den Kiddies hatte ich Spardosen von unterwegs mit gebracht, die der Flodder auch sofort fleißig füllte.

Ich muss sagen ich hab es sehr genossen die ganze Bande, nach zwei Monaten wieder zu sehen. – Das hat mir richtig gut getan!

Nun sitze ich im Bus, zurück nach Hamburg. Es ist zwar schade, das ich schon wieder zurück fahren muss, dennoch muss ich sagen, ich hab meine Freiheit wieder gespürt. Ich hab tolle neue Menschen kennenlernen dürfen – Danke nochmal dafür! Ich hab einen Teil meiner Familie wieder gesehen. Und ich konnte die Fahrzeit gut nutzen, um mir einige Gedanken zu machen. Für manch eine Frage hab ich auch gewiss eine Antwort gefunden und kann manches besser verstehen.

Ich hatte mir zwar auch vorgenommen während der Fahrten, wesentlich mehr zu schreiben aber ich hatte irgendwie keine Lust. So ist das manchmal – und auch das darf so sein!

 

Das Leben ist für die Lebenden

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Die Sonne, lässt die Stadt  erwachen. Tag für Tag das gleiche Spiel.

Eine graue Wolke  lässt sich über dir nieder. Der Morgen beginnt schwer. Wieder schleichst du in die Küche und kochst dir nen Kaffee. Die Buchstaben auf deiner Zeitung lösen sich in Farbklekse auf. Du bist noch nicht draußen und deine Kleider sind schon nass vom Regen. In deinen Stiefeln  steht das Wasser. Bei jedem Schritt schwappt es über den Rand.

Du geht vor die Tür. Bewegst dich durch die Straßen. Die Leute haben ein Lächeln im Gesicht. Auf ihren Köpfen scheint die Sonne. Du versuchst es mit dem Lächeln und  schaust hoch. Dich begleitet deine Wolke. Dein Gesicht sieht traurig aus.

Du ziehst weiter durch die Stadt. Versuchst dich an Bushaltestellen unterzustellen. Vergebens. Du kaufst dir einen Regenschirm. Doch es  tropft durch die Nähte. Du findest keinen trockenen Platz.

Du siehst eine Gruppe Menschen lachend auf dem Gehweg stehn. Du stellst dich hinzu , um etwas Licht abzubekommen . Aus Angst, sie bekommen ein paar Tropfen ab, entfernen sich von dir und bewundern den Regenbogen. Du kannst ihn nicht sehen.

Das es langsam kälter wird, liegt nicht nur am Abendlicht. Du schleichst dich aus der Stadt. Der runde Mond wirft sein Licht auf deine Jacke . Du  Lässt dich auf einem Hügel nieder, um bei den funkelnden Sternen deine Träume zu suchen. Doch du kannst sie nicht finden, deine Wolke versperrt dir die Sicht. Dieser Ort ist wie die Hölle.

Du fragst dich, sind denn alle hier blind? kann außer dir in dieser Stadt, niemand die Wolke sehen und den Regen spüren? Es ist doch nicht immer so gewesen, du kanntest doch  die warmen sonnigen Tage.
Traurig  gehst du nach hause, legst dich in dein nasses Bett und weinst in dein Kissen. Du versuchst zu schlafen. Schon morgen beginnt alles von vorn…

Du solltest nicht wegen dem Verlorenen weinen , lächle das Leben an. Hol tief Luft und blase deine Wolken fort. Nimm was du gebrauchen  und gib was du geben kannst. Denn das Leben ist für die Lebenden, also lebe es und mach dir einen sonnigen Tag!

Plötzliche Stille

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In den letzten Jahren konnte ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis immer mal wieder, plötzliche Funkstille beobachten. Teilweise ging erst reger Kontakt der betroffenen Personen, einvernehmlich in stilles Schweigen über. So das zum Schluss, von einst guten Freunden nur noch Fremde übrigblieben. Alles schön und gut, wenn dieses Schweigen beide Seiten verstehen und akzeptieren können. Doch wenn das nur einseitig der Fall ist und augenscheinlich aus „heiterem Himmel“ geschieht, kann sich das für eine der betroffenen Personen zu einem Problem entwickeln. Denn im Raum bleibt die stetige Frage nach dem „Warum?“ …

Ich schreibe darüber, weil mir vor ein paar Wochen etwas ähnliches passiert ist und zwischen einem Menschen, den ich sehr lieb gewonnen hatte und mir nun Stille ist. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie man einen „plötzlichen Kontaktabbruch“ verstehen und letztlich damit umgehen kann.

Denn wie ich schon einmal geschrieben habe, ist der Mensch ein Wesen das verstehen muss um umgehen zu können. Dazu bedarf es, Kommunikation. Diese Art zu Schweigen, ist auch eine Form der Kommunikation. Wenn auch zugegeben, eine ziemlich beschissene! Denn so bleibt immer ein Teil ungeklärt.

Das man im ersten Moment vielleicht geschockt, oder traurig ist, ist denke ich normal.  So ein „plötzlicher Kontaktabbruch“, ist wie jeder Abschied ein kleiner Tod und kann sehr schmerzhaft sein. Vor allem wenn so viel ungeklärtes im Raum steht. Und gerade weil soviel ungeklärt ist, ist so ein Abschied einer der bewegt.

So etwas passiert nicht aus „heiterem Himmel“ so viel ist hier schon mal klar. Auslöser für solch Situationen können aber leider Kleinigkeiten sein. In meiner Situation, ist der vermeintliche Auslöser einer, der vielleicht im Kindergarten gezählt hätte. Aber ich denke, es geht nicht mal so sehr um den Auslöser an sich, viel mehr (und hier ist zuerkennen) steht dahinter oftmals ein langer Prozess.

Natürlich gibt es an dieser Stelle jetzt Solche, die behaupten werden, man müsse sich nur mal gemeinsam an einen Tisch setzen und den vermeintlichen Konflikt besprechen. – Doch dazu gehören immer zwei!

Solche werden auch sagen, man sollte beharrlich bleiben und eine Antwort auf die ungeklärten Fragen einfordern.- Ich halte das für wenig Sinnvoll, denn egal wie beharrlich und penetrant man der Sache nachgeht, man wird so schnell keine Antworten bekommen! Im Gegenteil, ich glaube man entfernt sich noch weiter von einander.

Ich glaube, oftmals wissen die „Abbrecher“ selbst keine plausible Antwort für ihre Schweigsamkeit. Ich denke auch, dass jene, die abbrechen Stückweit genau so unter dieser Situation leiden, wie die die verlassen wurden.

Woher ich meine das zu wissen?

Naja, ich selbst bin auch nicht „Mutter Theresa“! Ich musste zwar etwas in den dunklen Gefilden meiner Selbst wühlen, doch ich habe schließlich, bei all` den großen und kleinen Dingen in meinem Leben, die mich zu dem machen, wer ich letzten Endes bin, eine Episode gefunden in der ich selbst ein „Abbrecher“ war.

Das ganze liegt jetzt schon mehr als 10 Jahre zurück. Und bis heute kann ich keine direkte Antwort auf das „Warum?“ finden. Nicht weil ich darauf keine Antwort geben will – nein, ich kann einfach nicht! Es gab da keinen besonderen Grund. Ich kann nur sagen, das es nichts mit der Person an sich zutun hatte. Wenn ich heute an sie denke, schmerzt es immernoch. Und dennoch haben wir uns im Schweigen verloren. Übriggeblieben sind ab und an, ein „Hallo“ wenn wir uns zufällig auf der Straße begegnen, oder Grüße, die wir über Dritte ausrichten lassen.

Warum wir uns nicht einfach wieder annähern?

Keine Ahnung. Ich glaube da ist einfach zu viel Platz dazwischen.

Dieser Prozess, den ich eben angeschnitten habe, ist vielleicht auch gleichzusetzen mit dem persönlichen Wachstum. Was ich genau damit meine:

Alles was wir Tag für Tag erleben, lässt uns wachsen. Wir wachsen stetig, nur in unterschiedlichen Temporären. Manchmal lernen wir Menschen kennen, die mit uns gemeinsam in dieselbe Richtung wachsen. Die unser Tempo halten können. Diese Menschen begleiten unseren Weg ein Stück. Wie weit diese uns begleiten, hängt immer davon ab, wie lange man im selben Tempo schreitet und ob man bereit ist, wenn man merkt das die plattgelatschten Füße des Anderen müde sind, auf jenen zu warten und eine Rast einzulegen.

Entscheidend ist auch, wenn man eine Weggabelung erreicht,  welche Richtung man einschlägt. Entwickelt man sich in die Selbige oder entfernt man sich auf Dauer.

Um letzteres heraus zu finden, benötigt man vor allem Zeit. Zum einen, Zeit die man dem anderen einräumt, den inneren Konflikt zu lichten und den eigenen Weg zu finden. Zum anderen, Zeit für sich, um zu verstehen und vielleicht einen neuen Weg auszuprobieren. Das bedeutet ja nicht, das sich die Wege nicht mehr kreuzen können.

Vielleicht zeigt uns die Zeit auch, das alles gut ist, wie es ist. Das sich alles genau so entwickeln sollte, um wieder Raum für Neues zu schaffen.

Wie auch so vieles im Leben, so denke ich, ist nichts wirklich endlich, ausgenommen ist natürlich der Tod. Ansonsten gibt es eine Millionen Möglichkeiten um ans Ziel zu kommen. Auf diesem Weg werden uns viele ein Stückweit begleiten, aber am Ende geht ihn jeder für sich!

Ich für meinen Teil kann jetzt schon sagen, egal wie sich alles irgendwann mal fügen wird: Es war schön das Du mich ein Stück auf meinem Weg begleitet hast!

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