Archiv der Kategorie: Spuren der Seele

Weil die Erde sich dreht

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Vorab möchte ich sagen, dass dies kein gewöhnlicher Artikel von mir ist, den ich hier veröffentliche. – Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß am lesen!

Gerade noch hatte ich mich darüber gefreut, dass sich mein Leben endlich mal in eine angenehme Richtung entwickelt. Ich bin 500km entfernt von allem Leid, nach Hamburg – wie ich finde, eine Wohlfühlstadt- gezogen. Ich hab zwei tolle Jobs, die mir Spaß bereiten. Eine Mitbewohnerin, die mich zwar manchmal übelst nervt, die ich aber trotz aller Bedenken zu Anfang, in mein Herz geschlossen habe. Manchmal glaubt man es könnte nicht besser laufen und dann macht das Schicksal wieder einen seiner kleinen Scherze…

Montag Morgen, der Blick in den Spiegel, hatte es verraten. Nach drei schlaflosen Nächten, kann man ganz schön beschissen aussehen.

Egal. Angezogen. Raus. Ich bin so durch die Stadt gelatscht um Luft zu schnappen. Ich hab mir nen Kaffee geordert und tingelte durch die Straßen. Irgendwann dachte ich nur: „Läuft ja wieder alles Prima bei dir! Deine jähliche Winterdepression hat ihren Höhepunkt erreicht. Liebe weg. Bester Freund ist weg. Verlaufen haste dich auch noch und es ist noch nichtmal 10:00 Uhr!“

Seit Wochen fühle ich mich klein, unbedeutend. Ich fühle mich eingesperrt in mir selbst. Es gibt soviele Dinge die ich erledigen müsste, doch wenn ich frei – und somit Zeit – hab diese zu erledigen, verbringe ich den Tag damit zu schlafen. Und ich merke in diesen Momenten, ich brauche den schlaf, damit meine Seele sich nicht Wund an mir reibt. Manchmal fühlt es sich so an als wenn mich eine Last erdrückt. Dann kann ich kaum athmen. Ich kämpfe einen Kampf gegen mich selbst und ich habe Angst, wieder in die Fluten zu stürzen und diesmal in den Wellen zu ertrinken. – Vielleicht, weil der Zustand schon eine Weile anhält.

Ich verstehe selbst nicht, was genau los mit mir ist.

Aber nun ist schluss damit! Wer nicht schwimmt ertrinkt -und noch bestimme ich selbst, was mit mir passiert und wie es mir damit geht.

In solchen Momenten half mir oft eine Flucht nach vorn. Warum nicht auch dieses Mal?

Kurz mit meiner Chefin gesprochen und der kurzfristige Urlaub war genehmigt. Rucksack gepackt und weg. Egal wohin, einfach nur weg.

Nun saß ich da im Bus. Vom Norden in Richtung Süden, ging es einmal quer durchs Land. Wohin genau wusste ich selbst nicht wirklich. Ich spürte den Wind in meinen Segeln und ließ ihn entscheiden wohin er mich trug. Ich ließ mir frei bei der nächsten Gelegenheit auszusteigen oder einfach weiter zu fahren – bis zur Endstation hatte ich schließlich durchgelöst. Ziel war Abstand von all dem Mist zu gewinnen und den Kopf frei zubekommen, um Dinge zu-verstehen/verarbeiten zu können, wiedermal rauszufinden was man selbst eigentlich will und sich einen neuen Plan zu machen. – Denn zugegeben, ich war in letzter Zeit ziehmlich Planlos und mir selbst zuviel.

Um 14:00 hatten wir eine Pause auf dem Autohof „Dammer Berge“. Toilette. Kaffee. -Natürlich hatte ich den Gutschein von Sanifair vergessen einzulösen. – Egal, Tommy, einer unserer Fahrer hatte mir neulich erzählt, das man die auch sammeln und später zu mehreren einlösen kann.

Danach ging es weiter nach Dortmund. Von dort aus weiter nach Düsseldorf, wo ich via Couchsurfing unterschlupf bei Kevin gefunden hatte. Kevin war ein netter Gastgeber. Zusammen haben wir gekocht und etwas gequatscht.

Am nächsten Tag hab ich mir die Stadt etwas angeschaut und in einer kleinen Gasse einen coolen kleinen Oi/Punk-Laden entdeckt, in dem viele Fotos Szene bekannter Bands hingen. Dann ging es auch schon weiter, mit dem Zug über Köln nach Frankfurt. Dort habe ich bei Isabella nächtigen dürfen, die ich auch über Couchsurfing kennen gelernt habe.

Ich hab am späten Mittwoch-Vormittag in einem kleinen süßen Cafe´ gefrühstückt und musste feststellen, dass ich Frankfuhrt auch nach Jahren noch unheimlich finde. Ich beschloss zurück nach Köln zu fahren. Am Hauptbahnhof angekommen rief ich meinen Onkel an der seit ein paar Jahren dort lebt und wir verabredeten uns für 20:00Uhr. Wir sind in eine Bar gegangen. Er erzählte mir von seinem Vorhaben, in drei Monaten nach den Philipinen auszuwandern. Ich freu mich für ihn, wenn alles klappt wie er sich das vorstellt – ich muss aber gestehen, ich finde diesen Schritt sehr gewaltig! – Die Nacht hab ich in seinem Apartment auf der Couch geschlafen.

Freitag Morgen bin ich mit dem Gedanken aufgewacht, spontan nach Siegen zu meiner Mama und dem Flodder zu fahren und sie zu überraschen. Ich besorgte mir ein Fehrnbus-Ticket und machte mich auf den Weg. Wie es der Zufall so wollte rief mich eine beste Freundin unterwegs an und ich erfuhr, das sie auch auf dem Weg von Aachen nach Siegen war. Wir verabredeten uns für den Abend im Shamrock ein kleiner Irish Pub. Zuerrst hab ich aber meine zwei Herzmenschen überrascht – was mir auch gelungen ist. Den Kiddies hatte ich Spardosen von unterwegs mit gebracht, die der Flodder auch sofort fleißig füllte.

Ich muss sagen ich hab es sehr genossen die ganze Bande, nach zwei Monaten wieder zu sehen. – Das hat mir richtig gut getan!

Nun sitze ich im Bus, zurück nach Hamburg. Es ist zwar schade, das ich schon wieder zurück fahren muss, dennoch muss ich sagen, ich hab meine Freiheit wieder gespürt. Ich hab tolle neue Menschen kennenlernen dürfen – Danke nochmal dafür! Ich hab einen Teil meiner Familie wieder gesehen. Und ich konnte die Fahrzeit gut nutzen, um mir einige Gedanken zu machen. Für manch eine Frage hab ich auch gewiss eine Antwort gefunden und kann manches besser verstehen.

Ich hatte mir zwar auch vorgenommen während der Fahrten, wesentlich mehr zu schreiben aber ich hatte irgendwie keine Lust. So ist das manchmal – und auch das darf so sein!

 

Wo bist du?

Ich laufe durch die Straßen deiner Stadt.

Ich streife durch deine Träume.

Ich beobachte dich durch die Augen jedes deiner Mitmenschen.

In jedem Buch, das du liest hinterlasse ich dir verborgene Zeichen meiner Sehnsucht.

Die Schneeflocken im Winter, zart schmelzend auf deinen Wimpern – einer meiner versuche, dich wach zu küssen. Mit jedem warmen Frühlingswind streichle ich sanft über deine Haut. Mit jedem deiner Atemzüge liebkose ich dich von innen.

In jeder Sekunde deines Seins stehe ich rufend, drängend, bebend vor dem Haus deiner Seele. Ich klopfe auf tausend verschiedene Weisen an die Tür. Laut wie der Schrei eines wütenden Kindes und still wie die Ewigkeit des Alls. Wild und fordernd zerre ich an dir, um dich im nächsten Augenblick behutsam zu umarmen.

Ich habe keine Wahl. Ich werde nichts unversucht lassen. Bis du mir öffnest – weit und bedingungslos. Bis du mir alles schenkst, was du hast und was du bist.

Wo bist du?

Ich brauche dich.

Dein Leben

~Veit Lindau~

Warten…

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Das ist bloß ne Geschichte. Eine von zehn Millionen.

Ich mach die Augen zu und träum mich weg von hier.

Ich renn den ganzen Weg allein, ohne wirklich zum Ziel zukommen.

Wer hat sich das hier bloß ausgedacht?

Ich hab doch schon verloren.

Alles nicht so schlimm, solang ich nicht den Grund verlier.

 

Da ist jemand der meinen Tränen zählt.

Er stirbt selber tausend Tode.

Ich brauch nicht zu erzählen, das die Zeit nicht alles heilt.

Die Nächte in denen wir nicht schlafen konnten.

Mein alter Begleiter, das wunde Herz.

 

Hallo Gestern! Hallo Glück!

Wir erklärten uns stetig kleine Wunder.

Zärtlichkeit die wir uns gaben.

Augenblicke die geschenkt.

Alleine  waren wir nie.

Und der Gedanke sich nicht zu sehr daran zu gewöhnen, gewiss geht das schon bald vorbei.

 

Heute denk ich gern daran zurück.

Manchmal schmerzt es noch.

Doch die Gewissheit, du bist da.

Auch wenn du zu verblassen drohst.

Alles was ich weiß ist, wie es sich anfühlt und was Sehnsucht heißt.

 

Du bist nicht da und doch bist du hier.

Ich kann dich noch spüren.

Vielleicht erträumst du dich irgendwan nochmal zu mir.

Ich werde warten bis du wieder kommst.

Denn was immer wir auch Leben nennen, ist Sehnsucht die im Körper brennt.

Es Geht Weiter

Ich bin nicht erschrocken, das es so gekommen ist.

Ich musste es nur wissen, um atmen zu können.

Ich verlasse es denn es ist nicht alles.

Plötzlich bin ich klein und die Welt ist groß.

Alles um mich rum bewegt sich so schnell.

Alles dreht sich um  so viele Dinge die mich bewegen.

Ich bin jung und Ich bin frei.

Ich gehe arbeiten, obwohl ich müde bin.

Ich verliere sie und kann nicht schlafen.

Ich bin soweit entfernt von mir.

Ich weiß nicht mehr was ich fühlen soll.

Aber das alles erschreckt mich immer noch nicht.

 

 

Wenn einem die Realität wieder eine verpasst…

Gleich bin ich wieder allein,

doch möchte ich nur bei Dir sein,

In deinen Armen liegen,

und die Realität ausschließen.

Leider bleibt mir nur das Träumen,

denn die Entfernung lässt sich nicht bei Seite räumen!

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