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Heimat-Hafen

 

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Ein Großer Platz, ein altes Haus

und niemals gehen die Lichter aus.

Eine Tankstelle mit Säulen davor,

viele Trucks und Motoren-Geräusche im Ohr.

Es riecht nach Diesel und nach Schweiß

und auch im Restaurant bekommt man Eis.

Da ist für jeden was dabei,

vom Schnitzel bis zum Spiegelei.

 

Für viele Zuflucht und auch Heimat-Hafen,

sie suchten Gesellschaft vor dem schlafen.

Denn jeder braucht mal jemanden zum reden

und ich weiß das war auch ihr bestreben.

 

Wenn man so hinter’m Tresen steht

und in Fremde Augen sieht,

dann lässt es sich nicht ganz vermeiden,

das aus Fremde werden Freunde.

Manchen schenkt man gern sein Ohr

und es war danach nie wie zuvor,

wenn man hört was draußen so geschieht

und man die Welt durch andere Augen sieht.

 

Es wurde viel gefeiert und gesoffen,

ich habe tolle Leute dort getroffen.

Wie den Jubi der kam des öfteren vorbei,

er trank dann eins, zwei, manchmal drei.

Er lies im Wind die Mähne wehen,

doch mit offenem Haar, hat ihn keiner je gesehen.

 

Manni will keine „Prinzessin“ sein,

ich hab das Gefühl ihm geht das aufs Schwein,

Er meinte, er könne dem garnicht erst entfliehen,

das seine Freunde lachen über ihn.

Letzten Sommer war es ganz schön heiß,

da kaufte er dem Flodder mehr als nur ein Eis.

Es war egal was die Mama dazu sagt,

denn die wurde garnicht erst gefragt!

 

Frauen und Thomas sind ’ne Sache für sich,

nur aus einem Grund mochten sie ihn nicht,

er klammert zuviel, doch ‚Gutes braucht Zeit‘,

vielleicht hilft ihm das aus der Einsamkeit.

 

Als ich weinend hinterm Tresen stand,

balancierte scharf am Tellerrand,

und ich wusste keinen Rat,

da kam Alex, der mich einfach in den Arm genommen hat.

 

Auch Tody hab ich kennengelernt hier,

wir tranken öfters gemeinsam Bier.

Natürlich nicht bei uns am Hof,

das findet sonst die Chefin doof.

 

Ich trage viele von euch fort,

in meinem Herzen wohnt ihr dort.

Ich bin froh euch zu kennen,

doch ich kann nicht alle Namen nennen.

 

Sie versucht Chefin und Freund zugleich zu sein,

doch die Rechnung geht nicht auf und so steht sie oft allein,

aus Überforderung macht sich Chaos breit,

und man hört sie klagen „Weil IHR so seid“ .

Doch eines Bärbel das sage ich Dir:

Du hast gute und wertvolle Mitarbeiter hier,

sie bringen sich ein und erfüllen ihre Pflicht,

doch leider siehst Du dies oft nicht.

 

Ramona dir immer zu Seite steht

und vermutlich noch die nächsten Jahre mit dir geht.

Wo Not am Mann ist springt sie ein

und versucht Dir ein guter Gefährte zu sein.

 

Latifa arbeitet seit 30 Jahren hier,

sie wäscht, putzt und kocht bei dir.

Sie ist fast täglich in deinem Haus,

auch deinen Frust und Schelte hält sie aus.

Sie gibt alles um es dir recht zu machen

und manchmal hat man das Gefühl, du tust nur drüber lachen.

Mich macht das wütend, denn ich finde das gemein

und oft frage ich mich, muss das so sein?

 

Rosy ist wie sie ist und das muss auch so sein,

sie plappert zuviel, doch ist im Herzen ganz rein.

Mit Umarmung hier und Küsschen da,

ist sie den Menschen immer ganz nah.

 

Kleine Frau mit großem Herz,

hat viel Gefühl, macht immer nen Scherz,

doch wenn du sie ärgerst, hast du nichts mehr zu lachen

und solltest dir schnelle Beine machen.

In der Tanke am Tresen steht sie da,

unsre freche Petra.

 

Zu Farina will ich lieber garnichts sagen,

denn man hört die Fahrer viel zu oft klagen.

 

Jenny ist oft ziehmlich still,

vielleicht weil sie keinen ärger will.

Die Nachtschicht ist oft ziehmlich trist,

doch sie machts weil sie die Jüngste ist.

 

Lee hatte anfang’s nen schweren Start

und suchte bei Ramona Rat.

Doch sie hat sich durch geboxt,

schwere Kästen weg geoxt,

niemals ihren Kopf geneigt

und es allen dort gezeigt.

 

Als Andreas ging, waren alle fassungslos,

für manche war die Hilflosigkeit zu groß.

Keiner konnte es recht verstehen,

wir mussten einfach zusehen.

 

Karolin arbeitet im Büro,

die traf ich manchmal vor dem Klo.

Doch viel kann ich zu ihr nicht sagen,

da musst du sie halt selber fragen.

 

Linda reinigt Dusche und WC

und hat an manchem Abend einen im Tee.

Doch wer kann ihr das schon verübeln,

ein Job zwischen Schamhaar und Pippi-Sprenklern – da müsst‘ ich kübeln.

Sie hat uns feste in den Arm genommen,

als ihr in der Dusche ist, die Decke runter gekommen.

 

Man hört sie nie meckern und auch nie klagen

und ob es ihr so passt, würden nur die wenigsten fragen.

Sie verbiegt sich um es allen Recht zumachen

und trägt im Gesicht für jeden ein Lachen,

doch ich weiß, innerlich sieht es oft anders aus,

bei Irena der süßen Maus.

 

Martina konnte das Chaos nicht vermeiden,

deswegen musste ich des öfteren mit ihr arbeiten.

Die anderen hatten schon die Schnauze voll,

von Zeit zu Zeit konnte ich verstehen ihren groll.

Doch so ein Chaot kann ganz schön putzig sein,

Deswegen kann ich ihr das auch verzeihen.

 

Karin ist vom Zeichen Stier,

sie fragte oft „Wie lange arbeitest du hier?“

So reagiert sie halt auf „dumme“ Fragen,

da will ich auch nichts mehr zu sagen.

 

Karin und Martina sind wie sie sind,

ob die sich nochmal ändern weiß nur der Wind.

Mit beiden wäre auszukommen,

wenn ein Stück Arbeits-Frust ihnen genommen.

Denn zuviel arbeit und wenig Zeit,

sorgen für ne menge Streitigkeit.

 

Frechta kocht das essen mit gemecker,

doch schmeckts bei ihr besonders lecker.

 

Auch Rezar gibt den Senf dazu

und hätte lieber ihre ruh.

Mit Conny hat sie sich gut verstanden,

ich erwähn das mal am Rande.

 

Brigide pellt Kartoffeln , schneidet Möhren,

dabei will man sie auch garnicht stören.

Doch es lässt sich nicht vermeiden,

das andere sie treiben.

So schreitet sie geschwind zur Tat

und schnibbelt schnell noch was Salat.

 

In der Küche geht es oft heiß her,

zwischen Abwasch und dem ‚Pommes-Meer‘.

Kommt dann noch ’ne „Extra-Wurst“

und Gäste schreien, sie ham noch durst,

da kommt man schonmal leicht ins schwitzen,

während andere gemütlich sitzen.

Wir geben uns die gößte Mühe,

das rausgeht auch die Hühnerbrühe.

Damit der Gast zufrieden gehen kann

und wiederkommt – so dann und wann.

 

Bärbel, wir lassen uns von dir gern führen,

doch wir hängen nicht an deinen Schnüren.

Jeder ist ein Individuum

und nur wenn WIR es wollen, machen wir uns krumm.

Was gibt’s denn da nicht zu versteh’n?

Wenn du das nicht siehst, werden sie nach und nach geh’n.

Der Unmut ist groß in diesem ‚Treff‘,

das sage ich dir nicht als mein Chef,

als Freund will ich ehrlich zu dir sein

und vielleicht fällt dir eine Lösung ein.

 

Nimm’s nicht persönlich wenn ich nun geh‘,

ich komm vorbei damit ich euch seh‘.

Ich hab euch tief ins Herz geschlossen,

auch schon manche Träne wegen euch vergossen.

Vielleicht kann ich manchmal nachts nicht schlafen

und mache dies auch zu meinem Heimat-Hafen.

 

Denn bei Gott es ist nicht alles schlecht,

und manchmal hast du gewiss auch recht.

Und was weiß ich schon, ich bin nicht Chef,

vom guten alten ‚Trucker Treff‘.

 

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Das Leben ist schön

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Du wirst deinen Weg schon finden. Auch wenn sich alles ändern wird. In den Wolken kannst du Segen finden. Und im Regen findest du Gnade. Wenn du zu hoch fliegst, bringt dich irgendwas wieder auf den Boden zurück und ein Schatten legt sich auf deine gebrochene Seele.  Plötzlich siehst du die kleinen glücklichen Momente, flackern aus der Dunkelheit. Diese zeigen dir das das Leben schön ist!

Manchmal wirst du denken das hier für dich nichts Lebenswert ist. Du wirst Zweifel in dir tragen und glauben das die Welt besser ohne dich  dran wäre. Du wirst dich bemühen alles richtig zumachen und stellst erschrocken fest das dies nicht funktioniert. Dann fällt die Sonne durchs Blätterdach in dein Gesicht. Sie lässt dich spüren, das Leben schön ist!

Du wirst mit offenen Augen durch die Welt gehen und all die Ungerechtigkeit sehen. Sehen wie die hungernden Kinder dieser Welt, um ihre verdursteten Geschwister trauern. Sehen wie die Gleichgültigkeit dieser Welt, alles zerstört. Dann werden die Fragen kommen, auf die es keine Antworten gibt und sie lassen dich nicht los. Aber du wirst Jenen begegnen, die wärme spenden, wenn alles droht zu erfrieren.  Sie beweisen, das Leben ist schön!

Manchmal wirst du dumm sein, egal wie hoch dein IQ ist. Du wirst vergessen dich selbst zu schützen. Von Zeit zu Zeit wirst du dich in Liebschaften stürzen, um dich selbst zu fühlen. Doch es wird den Schmerz nicht lindern. Du wirst dich selbst bedauern und um deine blutende Seele weinen. Dann ist da Jemand der dich an lächelt und dich zum lachen bringt, dieser lässt dich wissen, dieses Leben ist schön!

 

Weil die Erde sich dreht

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Vorab möchte ich sagen, dass dies kein gewöhnlicher Artikel von mir ist, den ich hier veröffentliche. – Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß am lesen!

Gerade noch hatte ich mich darüber gefreut, dass sich mein Leben endlich mal in eine angenehme Richtung entwickelt. Ich bin 500km entfernt von allem Leid, nach Hamburg – wie ich finde, eine Wohlfühlstadt- gezogen. Ich hab zwei tolle Jobs, die mir Spaß bereiten. Eine Mitbewohnerin, die mich zwar manchmal übelst nervt, die ich aber trotz aller Bedenken zu Anfang, in mein Herz geschlossen habe. Manchmal glaubt man es könnte nicht besser laufen und dann macht das Schicksal wieder einen seiner kleinen Scherze…

Montag Morgen, der Blick in den Spiegel, hatte es verraten. Nach drei schlaflosen Nächten, kann man ganz schön beschissen aussehen.

Egal. Angezogen. Raus. Ich bin so durch die Stadt gelatscht um Luft zu schnappen. Ich hab mir nen Kaffee geordert und tingelte durch die Straßen. Irgendwann dachte ich nur: „Läuft ja wieder alles Prima bei dir! Deine jähliche Winterdepression hat ihren Höhepunkt erreicht. Liebe weg. Bester Freund ist weg. Verlaufen haste dich auch noch und es ist noch nichtmal 10:00 Uhr!“

Seit Wochen fühle ich mich klein, unbedeutend. Ich fühle mich eingesperrt in mir selbst. Es gibt soviele Dinge die ich erledigen müsste, doch wenn ich frei – und somit Zeit – hab diese zu erledigen, verbringe ich den Tag damit zu schlafen. Und ich merke in diesen Momenten, ich brauche den schlaf, damit meine Seele sich nicht Wund an mir reibt. Manchmal fühlt es sich so an als wenn mich eine Last erdrückt. Dann kann ich kaum athmen. Ich kämpfe einen Kampf gegen mich selbst und ich habe Angst, wieder in die Fluten zu stürzen und diesmal in den Wellen zu ertrinken. – Vielleicht, weil der Zustand schon eine Weile anhält.

Ich verstehe selbst nicht, was genau los mit mir ist.

Aber nun ist schluss damit! Wer nicht schwimmt ertrinkt -und noch bestimme ich selbst, was mit mir passiert und wie es mir damit geht.

In solchen Momenten half mir oft eine Flucht nach vorn. Warum nicht auch dieses Mal?

Kurz mit meiner Chefin gesprochen und der kurzfristige Urlaub war genehmigt. Rucksack gepackt und weg. Egal wohin, einfach nur weg.

Nun saß ich da im Bus. Vom Norden in Richtung Süden, ging es einmal quer durchs Land. Wohin genau wusste ich selbst nicht wirklich. Ich spürte den Wind in meinen Segeln und ließ ihn entscheiden wohin er mich trug. Ich ließ mir frei bei der nächsten Gelegenheit auszusteigen oder einfach weiter zu fahren – bis zur Endstation hatte ich schließlich durchgelöst. Ziel war Abstand von all dem Mist zu gewinnen und den Kopf frei zubekommen, um Dinge zu-verstehen/verarbeiten zu können, wiedermal rauszufinden was man selbst eigentlich will und sich einen neuen Plan zu machen. – Denn zugegeben, ich war in letzter Zeit ziehmlich Planlos und mir selbst zuviel.

Um 14:00 hatten wir eine Pause auf dem Autohof „Dammer Berge“. Toilette. Kaffee. -Natürlich hatte ich den Gutschein von Sanifair vergessen einzulösen. – Egal, Tommy, einer unserer Fahrer hatte mir neulich erzählt, das man die auch sammeln und später zu mehreren einlösen kann.

Danach ging es weiter nach Dortmund. Von dort aus weiter nach Düsseldorf, wo ich via Couchsurfing unterschlupf bei Kevin gefunden hatte. Kevin war ein netter Gastgeber. Zusammen haben wir gekocht und etwas gequatscht.

Am nächsten Tag hab ich mir die Stadt etwas angeschaut und in einer kleinen Gasse einen coolen kleinen Oi/Punk-Laden entdeckt, in dem viele Fotos Szene bekannter Bands hingen. Dann ging es auch schon weiter, mit dem Zug über Köln nach Frankfurt. Dort habe ich bei Isabella nächtigen dürfen, die ich auch über Couchsurfing kennen gelernt habe.

Ich hab am späten Mittwoch-Vormittag in einem kleinen süßen Cafe´ gefrühstückt und musste feststellen, dass ich Frankfuhrt auch nach Jahren noch unheimlich finde. Ich beschloss zurück nach Köln zu fahren. Am Hauptbahnhof angekommen rief ich meinen Onkel an der seit ein paar Jahren dort lebt und wir verabredeten uns für 20:00Uhr. Wir sind in eine Bar gegangen. Er erzählte mir von seinem Vorhaben, in drei Monaten nach den Philipinen auszuwandern. Ich freu mich für ihn, wenn alles klappt wie er sich das vorstellt – ich muss aber gestehen, ich finde diesen Schritt sehr gewaltig! – Die Nacht hab ich in seinem Apartment auf der Couch geschlafen.

Freitag Morgen bin ich mit dem Gedanken aufgewacht, spontan nach Siegen zu meiner Mama und dem Flodder zu fahren und sie zu überraschen. Ich besorgte mir ein Fehrnbus-Ticket und machte mich auf den Weg. Wie es der Zufall so wollte rief mich eine beste Freundin unterwegs an und ich erfuhr, das sie auch auf dem Weg von Aachen nach Siegen war. Wir verabredeten uns für den Abend im Shamrock ein kleiner Irish Pub. Zuerrst hab ich aber meine zwei Herzmenschen überrascht – was mir auch gelungen ist. Den Kiddies hatte ich Spardosen von unterwegs mit gebracht, die der Flodder auch sofort fleißig füllte.

Ich muss sagen ich hab es sehr genossen die ganze Bande, nach zwei Monaten wieder zu sehen. – Das hat mir richtig gut getan!

Nun sitze ich im Bus, zurück nach Hamburg. Es ist zwar schade, das ich schon wieder zurück fahren muss, dennoch muss ich sagen, ich hab meine Freiheit wieder gespürt. Ich hab tolle neue Menschen kennenlernen dürfen – Danke nochmal dafür! Ich hab einen Teil meiner Familie wieder gesehen. Und ich konnte die Fahrzeit gut nutzen, um mir einige Gedanken zu machen. Für manch eine Frage hab ich auch gewiss eine Antwort gefunden und kann manches besser verstehen.

Ich hatte mir zwar auch vorgenommen während der Fahrten, wesentlich mehr zu schreiben aber ich hatte irgendwie keine Lust. So ist das manchmal – und auch das darf so sein!

 

Das Leben ist für die Lebenden

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Die Sonne, lässt die Stadt  erwachen. Tag für Tag das gleiche Spiel.

Eine graue Wolke  lässt sich über dir nieder. Der Morgen beginnt schwer. Wieder schleichst du in die Küche und kochst dir nen Kaffee. Die Buchstaben auf deiner Zeitung lösen sich in Farbklekse auf. Du bist noch nicht draußen und deine Kleider sind schon nass vom Regen. In deinen Stiefeln  steht das Wasser. Bei jedem Schritt schwappt es über den Rand.

Du geht vor die Tür. Bewegst dich durch die Straßen. Die Leute haben ein Lächeln im Gesicht. Auf ihren Köpfen scheint die Sonne. Du versuchst es mit dem Lächeln und  schaust hoch. Dich begleitet deine Wolke. Dein Gesicht sieht traurig aus.

Du ziehst weiter durch die Stadt. Versuchst dich an Bushaltestellen unterzustellen. Vergebens. Du kaufst dir einen Regenschirm. Doch es  tropft durch die Nähte. Du findest keinen trockenen Platz.

Du siehst eine Gruppe Menschen lachend auf dem Gehweg stehn. Du stellst dich hinzu , um etwas Licht abzubekommen . Aus Angst, sie bekommen ein paar Tropfen ab, entfernen sich von dir und bewundern den Regenbogen. Du kannst ihn nicht sehen.

Das es langsam kälter wird, liegt nicht nur am Abendlicht. Du schleichst dich aus der Stadt. Der runde Mond wirft sein Licht auf deine Jacke . Du  Lässt dich auf einem Hügel nieder, um bei den funkelnden Sternen deine Träume zu suchen. Doch du kannst sie nicht finden, deine Wolke versperrt dir die Sicht. Dieser Ort ist wie die Hölle.

Du fragst dich, sind denn alle hier blind? kann außer dir in dieser Stadt, niemand die Wolke sehen und den Regen spüren? Es ist doch nicht immer so gewesen, du kanntest doch  die warmen sonnigen Tage.
Traurig  gehst du nach hause, legst dich in dein nasses Bett und weinst in dein Kissen. Du versuchst zu schlafen. Schon morgen beginnt alles von vorn…

Du solltest nicht wegen dem Verlorenen weinen , lächle das Leben an. Hol tief Luft und blase deine Wolken fort. Nimm was du gebrauchen  und gib was du geben kannst. Denn das Leben ist für die Lebenden, also lebe es und mach dir einen sonnigen Tag!

Plötzliche Stille

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In den letzten Jahren konnte ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis immer mal wieder, plötzliche Funkstille beobachten. Teilweise ging erst reger Kontakt der betroffenen Personen, einvernehmlich in stilles Schweigen über. So das zum Schluss, von einst guten Freunden nur noch Fremde übrigblieben. Alles schön und gut, wenn dieses Schweigen beide Seiten verstehen und akzeptieren können. Doch wenn das nur einseitig der Fall ist und augenscheinlich aus „heiterem Himmel“ geschieht, kann sich das für eine der betroffenen Personen zu einem Problem entwickeln. Denn im Raum bleibt die stetige Frage nach dem „Warum?“ …

Ich schreibe darüber, weil mir vor ein paar Wochen etwas ähnliches passiert ist und zwischen einem Menschen, den ich sehr lieb gewonnen hatte und mir nun Stille ist. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie man einen „plötzlichen Kontaktabbruch“ verstehen und letztlich damit umgehen kann.

Denn wie ich schon einmal geschrieben habe, ist der Mensch ein Wesen das verstehen muss um umgehen zu können. Dazu bedarf es, Kommunikation. Diese Art zu Schweigen, ist auch eine Form der Kommunikation. Wenn auch zugegeben, eine ziemlich beschissene! Denn so bleibt immer ein Teil ungeklärt.

Das man im ersten Moment vielleicht geschockt, oder traurig ist, ist denke ich normal.  So ein „plötzlicher Kontaktabbruch“, ist wie jeder Abschied ein kleiner Tod und kann sehr schmerzhaft sein. Vor allem wenn so viel ungeklärtes im Raum steht. Und gerade weil soviel ungeklärt ist, ist so ein Abschied einer der bewegt.

So etwas passiert nicht aus „heiterem Himmel“ so viel ist hier schon mal klar. Auslöser für solch Situationen können aber leider Kleinigkeiten sein. In meiner Situation, ist der vermeintliche Auslöser einer, der vielleicht im Kindergarten gezählt hätte. Aber ich denke, es geht nicht mal so sehr um den Auslöser an sich, viel mehr (und hier ist zuerkennen) steht dahinter oftmals ein langer Prozess.

Natürlich gibt es an dieser Stelle jetzt Solche, die behaupten werden, man müsse sich nur mal gemeinsam an einen Tisch setzen und den vermeintlichen Konflikt besprechen. – Doch dazu gehören immer zwei!

Solche werden auch sagen, man sollte beharrlich bleiben und eine Antwort auf die ungeklärten Fragen einfordern.- Ich halte das für wenig Sinnvoll, denn egal wie beharrlich und penetrant man der Sache nachgeht, man wird so schnell keine Antworten bekommen! Im Gegenteil, ich glaube man entfernt sich noch weiter von einander.

Ich glaube, oftmals wissen die „Abbrecher“ selbst keine plausible Antwort für ihre Schweigsamkeit. Ich denke auch, dass jene, die abbrechen Stückweit genau so unter dieser Situation leiden, wie die die verlassen wurden.

Woher ich meine das zu wissen?

Naja, ich selbst bin auch nicht „Mutter Theresa“! Ich musste zwar etwas in den dunklen Gefilden meiner Selbst wühlen, doch ich habe schließlich, bei all` den großen und kleinen Dingen in meinem Leben, die mich zu dem machen, wer ich letzten Endes bin, eine Episode gefunden in der ich selbst ein „Abbrecher“ war.

Das ganze liegt jetzt schon mehr als 10 Jahre zurück. Und bis heute kann ich keine direkte Antwort auf das „Warum?“ finden. Nicht weil ich darauf keine Antwort geben will – nein, ich kann einfach nicht! Es gab da keinen besonderen Grund. Ich kann nur sagen, das es nichts mit der Person an sich zutun hatte. Wenn ich heute an sie denke, schmerzt es immernoch. Und dennoch haben wir uns im Schweigen verloren. Übriggeblieben sind ab und an, ein „Hallo“ wenn wir uns zufällig auf der Straße begegnen, oder Grüße, die wir über Dritte ausrichten lassen.

Warum wir uns nicht einfach wieder annähern?

Keine Ahnung. Ich glaube da ist einfach zu viel Platz dazwischen.

Dieser Prozess, den ich eben angeschnitten habe, ist vielleicht auch gleichzusetzen mit dem persönlichen Wachstum. Was ich genau damit meine:

Alles was wir Tag für Tag erleben, lässt uns wachsen. Wir wachsen stetig, nur in unterschiedlichen Temporären. Manchmal lernen wir Menschen kennen, die mit uns gemeinsam in dieselbe Richtung wachsen. Die unser Tempo halten können. Diese Menschen begleiten unseren Weg ein Stück. Wie weit diese uns begleiten, hängt immer davon ab, wie lange man im selben Tempo schreitet und ob man bereit ist, wenn man merkt das die plattgelatschten Füße des Anderen müde sind, auf jenen zu warten und eine Rast einzulegen.

Entscheidend ist auch, wenn man eine Weggabelung erreicht,  welche Richtung man einschlägt. Entwickelt man sich in die Selbige oder entfernt man sich auf Dauer.

Um letzteres heraus zu finden, benötigt man vor allem Zeit. Zum einen, Zeit die man dem anderen einräumt, den inneren Konflikt zu lichten und den eigenen Weg zu finden. Zum anderen, Zeit für sich, um zu verstehen und vielleicht einen neuen Weg auszuprobieren. Das bedeutet ja nicht, das sich die Wege nicht mehr kreuzen können.

Vielleicht zeigt uns die Zeit auch, das alles gut ist, wie es ist. Das sich alles genau so entwickeln sollte, um wieder Raum für Neues zu schaffen.

Wie auch so vieles im Leben, so denke ich, ist nichts wirklich endlich, ausgenommen ist natürlich der Tod. Ansonsten gibt es eine Millionen Möglichkeiten um ans Ziel zu kommen. Auf diesem Weg werden uns viele ein Stückweit begleiten, aber am Ende geht ihn jeder für sich!

Ich für meinen Teil kann jetzt schon sagen, egal wie sich alles irgendwann mal fügen wird: Es war schön das Du mich ein Stück auf meinem Weg begleitet hast!

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